Meldungen

IT-Sicherheitsrichtlinie seit 01.01.2021 in Kraft

Die Vertreterversammlung der KBV hat – wie gesetzlich gefordert - eine IT-Sicherheitsrichtlinie beschlossen. Diese beschreibt das Mindestmaß der zu ergreifenden Maßnahmen, um die IT-Sicherheit zu gewährleisten. Dabei geht es um Punkte wie Sicherheitsmanagement, IT-Systeme, Rechnerprogramme, mobile Apps und Internetanwendungen oder das Aufspüren von Sicherheitsvorfällen. Diese Vorgaben sollen dabei helfen, IT-Systeme und sensible Daten in den Praxen noch besser zu schützen. Die Anforderungen richten sich nach der Größe der Praxis. Unterschieden werden Praxen, mittlere Praxen und Großpraxen. Für die meisten von uns gelten die Regelungen für Praxen mit bis zu fünf ständig mit der Datenverarbeitung betrauten Personen. Verantwortlich für die Umsetzung der Sicherheitsanforderungen ist der Praxisinhaber. Dieser kann sich von IT-Dienstleistern beraten und unterstützen lassen. Diese können eine Zertifizierung durch die KBV erhalten und sollen dann auf der KBV-Internetseite veröffentlicht werden. Einige Anforderungen treten zum 01.04.2021 in Kraft, andere erst später. Die KBV bietet hier ihre Unterstützung an: https://hub.kbv.de/pages/viewpage.action?pageId=63537333  Im Wesentlichen geht es um die Dokumentation dessen, was Sie vermutlich bereits ohnehin regelmäßig durchführen. Auch wir werden Sie hierzu weiter informieren.

BPM-Satellitensymposium 2021

„Wir haben da mal was für Sie vorbereitet“ - Multimodales Arbeiten in der ambulanten Psychosomatischen Medizin?

am Donnerstag, 17. Juni 2021, von 16:15-17:15 Uhr (Track 5)

Behnisch R., Nürnberg: Diagnose und Therapie stressinduzierter Körperprozesse

Vogelsänger P., Berlin; Hartkamp N., Solingen: Achtsamkeit, Biofeedback … - unabdingbare Zutaten in der Psychosomatischen Facharztpraxis?

Pfaffinger I., München: Wie kann man das abrechnen: EBM, GOÄ oder IGEL?

Stationäre und teilstationäre Settings zeichnen sich durch multiprofessionelles und multimodales Arbeiten aus. Was davon ist auch im ambulanten Bereich möglich? Sind es nicht gerade die komplex psychisch/psychosomatisch Kranken, die einen besonderen Behandlungsbedarf auch in der ambulanten Facharztpraxis haben?

Teilnahme am Satellitensymposium über die Anmeldung zum Deutschen Psychosomatik-Kongress unter https://deutscher-psychosomatik-kongress.de/

Coronabedingte Sonderregelungen gelten bis 31.03.2021

Die bekannten coronabedingten Sonderregelungen gelten auch für das erste Quartal 2021:
PKV/GOÄ
Bei privat Krankenversicherten ist die laufende Psychotherapie per Videosprechstunde unverändert möglich. Die Berechnung der GOÄ-Ziffer 245 analog für „erhöhte Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie“ ist zum 1,0-fachen Satz in Höhe von 6,41 Euro möglich - nur bei persönlichem Arzt-Patienten-Kontakt, einmal je Sitzung. Diese Abrechnungsempfehlungen gelten befristet bis zum 31.03.2021.
GKV/EBM
Die bekannten Regelungen zur Videosprechstunde gelten unverändert weiter.
Konsultationen per Telefon sind möglich. Wir können weiter die Gebührenordnungsposition (GOP) 01433 (154 Punkte / 16,92 Euro) abrechnen, allerdings nur bei bereits bekannten Patienten. Als „bekannt“ gilt ein Patient, wenn er in den letzten sechs Quartalen, die dem Quartal der Konsultation vorausgehen, mindestens einmal in der Praxis war. Die GOP 01433 als Zuschlag zur Versichertenpauschale ist auch abrechenbar, wenn ein Patient in dem Quartal bereits in der Sprechstunde war. Sie ist ausschließlich per Telefon oder gemischt per Telefon und persönlich in der Praxis sowie gemischt mit Videosprechstunden erbringbar. Die GOP 01435 (88 Punkte / 9,67 Euro) wird statt der Grundpauschale bei ausschließlicher telefonischer Beratung abgerechnet. Die GOP 01433 ist auch dann möglich, wenn die Grundpauschale dann doch noch abgerechnet wird, weil der Patient persönlich in die Praxis kommt. (Normalerweise ist die telefonische Beratung Teil der Grundpauschale.) Pro Patient können bis zu 20 Telefongespräche von mindestens 10 Minuten – insgesamt also 200 Minuten abgerechnet werden. Die Abrechnung der 01433 darf zusammen mit der 22220 bzw. 23220 maximal 20x10 Minuten = 3080 Punkte betragen. Die GOP 22221 ist davon nicht betroffen. Auch Portokosten werden wieder übernommen.
Diese genannten Regelungen sind zunächst wieder – bis 31.03.2021 – befristet.

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