Meldungen

Störung der Telematikinfrastruktur

In den letzten Tagen kam es zu Problemen bei der Durchführung des VSDM beim Einlesen der Chipkarten oder es konnte keine Verbindung mehr zur Telematikinfrastruktur aufgebaut werden. Die Ursache dafür lag in der zentralen Telematikinfrastruktur. Weitere Informationen erhalten Sie auf https://fachportal.gematik.de/ti-status/  
Gehen Sie als erstes auf die Homepage Ihres Praxissoftwareanbieters und überprüfen Sie, ob Sie dort nicht eine Anleitung finden, wie Sie im Rahmen eines updates die Störung selbst beheben können.
Die gematik hatte letzte Woche in einer Pressemitteilung erklärt, „dass den betroffenen Leistungserbringern kein finanzieller Schaden durch die Situation entsteht“.

Mehr Konsultationen ab sofort auch per Telefon möglich

Die Möglichkeiten zur Konsultation per Telefon während der Corona-Pandemie werden insbesondere für die Ärzte der „sprechenden Medizin“ ausgeweitet. Die KBV hat mit dem GKV-Spitzenverband gestern eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen.
Die GOP 01433 (154 Punkte / 16,92 Euro) wird neu in den EBM aufgenommen.
Wir Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und auch die Fachärzte mit Zusatzweiterbildung Psychotherapie können pro Patienten bis zu 20 Gespräche von mindestens 10 Minuten abrechnen – insgesamt also 200 Minuten. Die Abrechnung erfolgt über die GOP 01433, sodass für Konsultationen per Telefon ein Honorar von bis zu rund 338,40 Euro gezahlt wird.
Sie kann allerdings nur bei „bekannten“ Patienten, d. h. bei Patienten, die in den letzten sechs Quartalen, die dem Quartal der Konsultation vorausgehen, mindestens einmal in der Praxis waren, abgerechnet werden. Sie kann ausschließlich per Telefon oder gemischt per Telefon und persönlich in der Praxis sowie auch per Videosprechstunde erbracht werden.
Dazu kommen knapp 10 Euro für die GOP 01435 (88 Punkte / 9,67 Euro) bei ausschließlicher telefonischer Beratung, d. h. sofern keine Grundpauschale im Behandlungsfall abgerechnet wird. Die neue Gesprächsleistung wird auch dann bezahlt, wenn die Versicherten- oder Grundpauschale dann doch noch abgerechnet wird, weil der Patient persönlich in die Praxis kommt. (Normalerweise ist die telefonische Beratung Teil der Grundpauschale.)

Minister Spahn sagt Danke

Bundesminister Spahn hat einen Brief an alle niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte geschrieben. Hierin bedankt er sich für die im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie zusätzliche anfallenden Arbeiten und Mühen.Weiterlesen

Psychosomatikpraxis während der Coronavirus-Pandemie

In diesen Zeiten sind wir nicht nur persönlich sondern auch als Fachärztinnen und Fachärzte, die psychisch kranke Patientinnen und Patienten behandeln, in besonderer Weise gefragt und gefordert. Sowohl Ängste und Zwänge als auch depressive und somatische Symptome werden zunehmen.
Die KBV schreibt: „Aufgrund der aktuellen Pandemie mit SARS-CoV-2 wird empfohlen, dass Patienten nach Möglichkeit nur in medizinisch dringenden Fällen die Praxen aufsuchen. Es ist aber erlaubt in den Praxen weiterzuarbeiten. Einige Kollegen verzichten auf den Händedruck, halten durchgängig ca. zwei Meter Abstand von ihren Patienten und waschen sich regelmäßig mit Wasser und Seife die Hände.
Andere Kolleginnen und Kollegen stellen ihre Praxistätigkeit mehr oder weniger auf die Behandlung per Videosprechstunde um.
Obwohl die Systeme der Anbieter immer wieder einmal überlastet sind oder das Internet regional nicht optimal funktioniert, klappt es insgesamt recht gut. Natürlich ist der Kontakt zu unseren Patienten dadurch völlig anders als gewohnt. Die Patienten nehmen das Videosprechstundenangebot aber auch gerne wahr, stellt es sie eben nicht vor die Alternative die Stunde absagen oder sich der Viruslast in den öffentlichen Verkehrsmitteln aussetzen zu müssen. Ich denke, es ist eine zumindest für einen bestimmten Zeitraum zumutbare und machbare Alternative.
Wie schon mitgeteilt, entfällt (vorerst nur) im 2. Quartal die Begrenzung der über Videosprechstunden erbrachten Leistungen auf 20%.
Damit sind Fallzahl und Leistungsmenge nicht limitiert.
Das Antrags- bzw. Genehmigungsverfahren für die Durchführung von Videosprechstunden wird leider in den einzelnen KVen unterschiedlich gehandhabt. Schauen Sie einfach mal auf der Homepage Ihrer KV, welche Regelung für Sie gilt. Sie sollten auf jeden Fall die Konformitätserklärung Ihres Anbieters, die nachweist, dass es sich um einen zertifizierten Anbieter handelt und auf der auch Ihre Betriebstättennummer hinterlegt ist, herunterladen und zusammen mit dem Antrag zeitnah an die KV schicken/faxen. Sie können dann einfach mit den Videosprechstunden beginnen.
Bislang sind die Einzelpsychotherapien aller Verfahren, die Grundpauschale, die GOP 22220, 22221 und 23220 auch per Videosprechstunde möglich.
Wir haben uns bei der KBV sehr dafür eingesetzt, dass auch die psychotherapeutische Sprechstunde, die probatorische Sitzung und die Akutbehandlungen per Videosprechstunde erbracht werden können.
Weitere Forderungen waren, dass (zumindest zeitlich begrenzt) alle genannten Leistungen auch per Telefon legal erbracht werden, Gruppentherapiekontingente in Einzeltherapiekontingente umgewandelt und Gruppentherapien ggf. auch per Videokonferenz erfolgen können.
Der persönliche Kontakt hat den absoluten Vorrang, dennoch müssen wir uns auch technische Lösungen überlegen.
Wir erwarten in Bälde eine Entscheidung.
Vermutlich wird es gerade auch bei denjenigen Kolleginnen und Kollegen, die überwiegend Gruppentherapie anbieten, zu finanziellen Einbußen gekommen. Die KVen haben Unterstützung und Hilfe signalisiert.
Abrechnungsinfos zur Videosprechstunde finden Sie unter
https://www.kbv.de/media/sp/Videosprechstunde__uebersicht_Verguetung.pdf

EBM-Reform beschlossen - Verbesserungen für die Psychosomatische Medizin

Der erweiterte Bewertungsausschuss hat am 11.12.2019 die EBM-Reform beschlossen.
Gerade für unser Fachgebiet ergaben sich erfreuliche Verbesserungen, wenngleich auch für die GOP 22220 und 22221 eine Punktzahl von 167 Punkten angestrebt war. Wir müssen eine etwas geringere Punktzahl für die Grundpauschalen hinnehmen. Die Bewertung der Biographischen Anamnese und der probatorischen Sitzung wurde dagegen deutlich angehoben.
Die Gespräche, die wir auch zusammen mit den Vertretern des Spitzenverbands ZNS geführt haben, waren dennoch insgesamt sehr erfolgreich.
Wir sind auf dem Weg der Vergütung unserer fachärztlichen Gesprächsleistungen in Richtung Richtlinienniveau und darüber hinaus ein gutes Stück weitergekommen.
Hier finden Sie eine erste kurze Übersicht über die EBM-Ziffern und deren Bewertung ab dem 01.01.2020, gerechnet mit dem dann gültigen Orientierungspunktwert von 10,9871 Cent.

GOP Legende Bewertung Wert in €
    bis 31.03.20 ab 01.04.20 bis 31.03.20 ab 01.04.20
           
22211 Grundpauschale 6.-59. LJ 179 175 19,67 € 19,23 €
22212 Grundpauschale ab 60. LJ 156 151 17,14 € 16,59 €
22220 Psychotherap. Gespräch 108 154 11,87 € 16,92 €
22221 Psychosomat. Gespräch 90 154 9,89 € 16,92 €
22222 Psychoth. Gruppenbeh. 74 166 8,13 € 18,24 €
35130 Einleitung KZT 269 296 29,56 € 32,52 €
35131 Einleitung LZT 539 591 59,22 € 64,93 €
35140 Biograph. Anamnese 493 707 54,17 € 77,68 €
35141 Vertiefte Exploration 180 257 19,78 € 28,24 €
35150 Probatorische Sitzung 621 709 68,23 € 77,90 €
  22220 x 5 -->     59,35 € 84,60 €
  22221 x 5 -->     49,45 € 84,60 €

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