Meldungen

Aktuelles zur Vergütung ab 01.01.2019

Die KBV und der GKV-Spitzenverband konnten sich auf eine Erhöhung des Orientierungswertes für alle ärztlichen und psychotherapeutischen Leistungen in Höhe von 1,52 Prozent einigen. Der Orientierungswert wird für das Jahr 2020 auf 10,9871 Cent (aktuell: 10,8226 Cent) angehoben. Die Gesamtvergütung wächst damit um rund 565 Millionen Euro. Die Therapiestunde wird dann mit 101,30 (jetzt 99,78) Euro vergütet.

Anschubfinanzierung für die Videosprechstunde

Es wird eine Anschubfinanzierung für die Videosprechstunde zunächst für die Zeit vom 01.10.2019 bis zum 30.09.2021 geben, die GOP 01451 wird als Zuschlag auf die Grund- oder Versichertenpauschale in den EBM aufgenommen. Sie ist mit 92 Punkten (9,95 Euro) bewertet und wird extrabudgetär vergütet – für bis zu 50 Videosprechstunden. Pro Arzt und Quartal sind damit bis zu 500 Euro Förderung möglich. Weitere Anpassungen zur Vergütung der Videosprechstunde werden bis Ende September vereinbart.

Einigung zur neuen TI-Finanzierungsvereinbarung

Es wurde auch eine Einigung zur neuen TI-Finanzierungsvereinbarung erzielt. Die Pauschale für den Konnektor zum Anschluss an die Telematikinfrastruktur wird in diesem Jahr nicht mehr abgesenkt. Damit erhalten wir weiterhin 1.547 Euro für den Konnektor erstattet. Erst ab 01.01.2020 erfolgt eine Absenkung auf 1.014 Euro. Die KBV konnte ferner erreichen, dass der Erstattungsbetrag für stationäre Kartenterminals ab 01.10.2019 angehoben wird. Die Krankenkassen zahlen zukünftig 535 Euro für ein Gerät, 100 Euro mehr als bisher.

DMP Depression

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat am 15.08.2019 für Patientinnen und Patienten, die an wiederkehrenden oder lang andauernden Depressionen leiden, ein strukturiertes Behandlungsprogramm (Disease-Management-Programm, DMP Depression) beschlossen. Nach Prüfung und Nichtbeanstandung durch das Bundesministerium für Gesundheit tritt das DMP Depression in Kraft. Ob die Ein- und Ausschlusskriterien für eine Einschreibung vorliegen, wird von Hausärztinnen und Hausärzten oder spezialisierten Leistungserbringern, beispielsweise Fachärztinnen und Fachärzten für Psychosomatische Medizin bzw. für Psychiatrie und Psychotherapie geprüft. Nachdem auch wir Fachärzte an diesem DMP beteiligt werden, lohnt es sich diesen Beschluss einmal zu lesen: Weiterlesen

Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG)

Die Regelungen zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) kommen erst so langsam bei uns an.
Der Nachweis der 25 Wochenstunden wird wohl nicht scharf geführt. Laut KV Bayerns wird auch nicht aus den Abrechnungsdaten heraus nachgerechnet. Anwesenheitszeiten in der Praxis seien nicht wirklich zu prüfen, offensichtlich zählt auch die telefonische Erreichbarkeit darunter. Also, es gibt hier keinen Grund zur Panik.
Nachdem bei uns die allermeisten Leistungen ohnehin extrabudgetär vergütet werden, werden wir von den Zuschlägen bei den Vermittlungsfällen wohl nicht zusätzlich profitieren.
Immerhin bringt das TSVG 1.000 weitere (dann insgesamt 2.000) geförderte Weiterbildungsplätze im ambulanten fachärztlichen Bereich. Dann sollte es eigentlich in allen KVen geförderte Weiterbildungsplätze auch für unser Fachgebiet geben.
Auch die „Förderung der sprechenden Medizin“ steht im TSVG. Hier und auch bei der EBM-Reform wäre eigentlich endlich die Höhervergütung der Kap.-22-Leistungen zu erwarten. Hier bleiben wir hartnäckig dran!
Auf die besondere Situation unseres Fachgebietes haben wir bereits vor Verabschiedung des TSVG hingewiesen. Weiterlesen
Nach Verabschiedung des TSVG mahnen wir die Umsetzung dieser Forderung auf den verschiedensten Ebenen an. Lesen Sie unseren Brief an den KBV-Vorstand.

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