Meldungen

Psychotherapiestunde jetzt 99,78 Euro wert

Der Bewertungsausschuss hat endlich richtig und wie vom Bundessozialgericht bereits 2017 gefordert, gerechnet.
Nachdem das Honorar der fachärztlichen Vergleichsgruppen besonders im Jahr 2018 deutlich gestiegen ist, müssen die Honorare für die psychotherapeutischen Leistungen um knapp 10% angehoben werden.
Die Erhöhung der Punktzahl einer Psychotherapiestunde von 841 auf 922 Punkte ergibt einen Honorarzuwachs von 91,02 auf 99,78 Euro.
Dieser gilt rückwirkend ab dem 3. Quartal 2018 und für die Zukunft (bis zur nächsten Berechnung). Wir müssen bei der Abrechnung des Quartals IV/2018 aufpassen, ob die KVen dies umgesetzt haben. Falls nicht, müssen wir wieder Widerspruch einlegen.
Wenn nur unsere Kap. 22-Leistungen auch endlich besser vergütet werden würden!


Psychotherapeutenausbildungsreformgesetz - Kabinettsentwurf liegt vor

Im sogenannten Kabinettsentwurf steht nun der zunächst geplante Modellstudiengang Psychopharmakologie nicht mehr drin. Die verpflichtende somatische Untersuchung vor dem Beginn einer Psychotherapie bleibt offenbar nun doch bestehen. Der sehr klar vorgetragene und einheitliche Protest der Ärzteschaft half diese Änderungen zu bewirken. Dieser wurde durchaus zur Kenntnis genommen. Wenn wir uns nur öfter so einig wären!

Psychotherapeutenausbildungsreformgesetz - Referentenentwurf liegt vor

Im jetzt vorliegenden Entwurf für ein Psychotherapeutenausbildungsreformgesetz (PsychThGAusbRefG) wurden die seinerzeit vorgetragenen Kritikpunkte der Ärzteschaft mitnichten ernst genommen.
In einem Modellstudiengang soll das Studium "um den Erwerb von Kompetenzen erweitert werden, „die zur Feststellung, Verordnung und Überprüfung von psychopharmakologischen Maßnahmen als Bestandteil der psychotherapeutischen Versorgung erforderlich sind.“
Das ist für uns definitiv ein No-go!
Im Zuge der Indikation zur psychotherapeutischen Behandlung soll auf die Notwendigkeit einer somatischen Abklärung verzichten werden. Tatsächlich handelt es sich bei der notwendigen somatischen Abklärung um einen wesentlichen Baustein zur Gewährleistung der Patientensicherheit. Zu fordern ist eher eine verbesserte Qualität der somatischen Begleitung von Psychotherapien durch die fundierte somatische Abklärung vor Beginn einer Psychotherapie wie auch eine somatische Begleitung während des therapeutischen Prozesses.

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Der BPM auf dem Psychosomatikkongress

Der Deutsche Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie findet vom 20. bis zum 22. März 2019 in der Urania (An der Urania 17, 10787 Berlin) statt. Das Thema lautet „Psychosomatik in unruhigen Zeiten – Vertrautes und Visionen“ https://2019.deutscher-psychosomatik-kongress.de/
Wir sind dort wieder mit einem Stand vertreten und freuen uns über Ihren Besuch.
Der Berufspolitische Nachmittag findet am Freitag, 22. März 2019 von 12:30 bis 14:00 Uhr im Kleist-Saal statt. Mit folgendem Thema wollen wir uns befassen:
Im Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) wird eine „gestufte und gesteuerte Versorgung der psychotherapeutischen Behandlung“ gefordert. Wenn diese als eine zusätzliche Hürde vor einer psychotherapeutischen Behandlung gedacht ist, ist diese abzulehnen. Gleichwohl sollten wir über eine Verbesserung der Versorgung psychisch Erkrankter nachdenken. Wir wollen uns zunächst das Projekt zur neurologisch-psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung (NPPV) von einem Mitarbeiter der KV Nordrhein kurz vorstellen lassen. Ziel des Projekts ist „die routinierte, selbstverständliche Zusammenarbeit unserer Berufsgruppen zur besseren Versorgung von Patienten mit akutem, intensiven Versorgungsbedarf“ - innerhalb der Regelversorgung. Im Anschluss daran wollen wir mit den Teilnehmern die Möglichkeiten für eine Weiterentwicklung der „gestuften und gesteuerten Versorgung“ unter Einbeziehung der Psychosomatischen Medizin und ärztlichen Psychotherapie diskutieren.
Der BPM veranstaltet auch 2019 wieder ein Satellitensymposium. Es findet bereits am Mittwoch, 20. März 2019 von 18:30 bis 20:00 Uhr im Kepler-Saal statt.
Der Titel lautet „Gesund? Flexibel? Produktiv? – Betriebliche Lebenswirklichkeiten, Arbeits(un)fähigkeit und Lebensalter aus Sicht von Politik, Wirtschaft und psychosomatischer Facharztpraxis“.
Die Verdichtung von Arbeitsabläufen und zunehmende Komplexität der Arbeitswelt, die demografische Entwicklung und ein zunehmender Fachkräftemangel stellen die Akteure im Gesundheitssystem aber auch Politik und Wirtschaft vor große Herausforderungen. Wie lassen sich in diesem Kontext Gesundheitsförderung, die Sicherung von Arbeitsfähigkeit und eine angemessene Lebensarbeitszeit bei hoher Lebensqualität sichern, was kann hier die fachärztliche psychosomatisch-psychotherapeutische Versorgung leisten? Was muss durch Politik und Wirtschaft erbracht werden?
T. Weinem, Hamburg
Demografische Entwicklung, Lebensarbeitszeit und ressourcenorientiertes Betriebsklima aus Sicht einer Unternehmensberatung
B. West-Leuer, Neuss
Führungskultur und Gesundheitsförderung aus Sicht des Coachings
B. Bergander, Hennigsdorf, N. Hartkamp, Solingen, P. Vogelsänger, Berlin
Der erkrankte Mitarbeiter aus Sicht der psychosomatischen Facharztpraxis und Fachklinik

Telematik-Infrastruktur: Komponenten bestellen

Am leidigen Thema Telematik-Infrastruktur (TI) werden wir u. E. nicht vorbeikommen. Bis spätestens 31. März 2019 sind Verträge für den Erwerb der erforderlichen technischen Komponenten verbindlich abzuschließen und gegenüber der KV nachzuweisen, andernfalls muss die KV das Honorar rückwirkend ab 1. Januar 2019 um ein Prozent kürzen. Laut Aussage des BMG ist der Nachweis über die fristgerechte Komponentenbestellung in Form einer den Vorgaben entsprechenden Eigenerklärung (bis 31. März 2019) ausreichend. Vermutlich erhalten Sie von Ihrer KV hierfür ein Formblatt. Nur so kann die KV bis zum 30. Juni 2019 von Honorarkürzungen absehen. Die KVen haben hier keinen Entscheidungsspielraum. Unser Anliegen an dieser Stelle ist klar der Schutz sensibler Patientendaten und die Aufklärung der Patienten bezüglich einer elektronischen Patientenakte und die volle Übernahme der Kosten für die TI durch die Krankenkassen.

BPM e.V., Meißner Weg 41, 12355 Berlin,   030 28864649     Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!